Georgien

Georgische Geschichte
Georgische Geschichte

Im Juli/August 1989 war ich zum „Studentensommer“ in Georgien eingeladen. Unser Camp lag zwischen Batumi und Sochumi am Schwarzen Meer, in dem wir nur ein einziges Mal baden durften, denn der Konflikt zwischen Abchasen und Georgien flammte heiß auf. Im Wirrwarr der postsowjetischen Unabhängigkeitsbewegungen wurden wir Studenten aus den ehemaligen Bruderländern zu „unserer Sicherheit und weil wir die idealen Geiseln wären“ interniert, durften nun Teetüten kleben statt Tee zu pflücken. Obwohl zum Morgenappell neben den täglichen Todesopfern auch von gesprengten Eisenbahnverbindungen die Rede war, reisten wir pünktlich in das von Demonstrationen besetzte Tiflis zurück. Bis heute habe ich den Eindruck, dass sich das „wer mit wem gegen wen“ nur Insidern erschließt. Das Zeretelidenkmal sah ich nur im Dunkeln.