Assemblage

Der Begriff „Assemblage” stammt aus den frühen 1950er Jahren, als der französische Faux naiv Künstler Jean Dubuffet seine Collagen von Schmetterlingsflügeln als “Assemblages d’empreintes” bezeichnete.
In den 1950er und 1960er Jahren wurde die Assemblage weit verbreitet. Die Künstler Jasper Johns und Robert Rauschenberg verfolgten einen scheinbar antiästhetischen Ansatz, um Kunst zu machen. Sie verwendeten schäbige Materialien und fanden Gegenstände neben unordentlich aufgetragener Farbe, um expressionistische Reliefs und Skulpturen zu schaffen, die ihnen den Namen Neo-Dada einbrachten. Künstler der italienischen Arte Povera-Bewegung wie Mario Merz schufen Kunstwerke aus einer Zusammenstellung von wegwerfbaren natürlichen und alltäglichen Materialien wie Erde, Lumpen und Zweigen. Ihr Ziel war es, die Werte des kommerzialisierten zeitgenössischen Galeriesystems herauszufordern und zu stören. Marcel Duchamp, der sogenannte Vater der Konzeptkunst, war ein weiterer Innovator auf diesem Gebiet

Ich nutze das Mittel der Assemblage, um dem Werk zusätzliche Lesbarkeitsschichten hinzuzufügen, indem ich bereits genutzte Dinge integriere und damit deren Kontext.

Das Aufeinandertreffen kontrastierender Materialien wie Gusseisen und Porzellan ist dabei ebenso inspirierend, wie in einer Materialgruppe verschiedene Zeitschichten anzulegen. Mit bereits vorhandener Patina zu arbeiten ist so interessant, wie neue herzustellen. Und Kunst wird zu einem Archiv der Dinge.